Die Geschichte des RCCW
Prof. Otto KOUDELKA, Leiter des IKS der TU Graz gründete gemeinsam mit Bruno JOSSEK im Jahr 2007 den RCCW um das Bodensegment des ersten österreichischen Forschungs-Satelliten TUGSAT mit einem Uplink zum Satelliten im 70cm Amateurfunk-Band zu betreiben, und um den Amateurfunk zu fördern. Die Satelliten-Bodenstation der TU Graz in der Inffeldgasse 12 betreut mittlerweile höchst erfolgreiche mehrere Forschungs-Satelliten.
Ab 2008 (bis 2019) fanden im Seminarraum im 1.OG des IKS die Vorbereitungskurse auf die Amateurfunkprüfung bei der Fernmeldebehörde satt, organisiert vom ÖVSV Landesverband Steiermark. Initiator und Organisator dieses massiven Ausbildungsgeschehens mit jährlich rund 35 Teilnehmern und 5 bis 8 Referenten war Harald GOSCH, OE6GC. Die Erfolgsquote (Anzahl bestandener Prüfungen) hat zu einer sehr guten Reputation bei der Fernmeldebehörde geführt.
Im Jahr 2009 richtete Christian LAMMER OE6LCF, Vortragender bei den Amaterufunkkursen des ÖVSV Landesverband Steiermark, mit Erlaubnis und Unterstützung des Leiters des IKS der TU Graz, Otto KOUDELKA, im Keller des Gebäudes eine Amateurfunk-Clubfunkstelle ein, zur Nutzung durch Studenten und Auszubildende. In dieser Zeit entstand das Arbeitsmotto "die Funkamateure tragen was in die TU hinein": Zahlreiche Gerätschaften wurden und werden bis dato von engagierten Funkamateuren unentgeltlich zur Verfügung gestellt, um den praktischen technisch-experimentellen Amateurfunk-Funkbetrieb in der Clubfunkstelle zu fördern.
Im Jahr 2012 erlebte die Morsetelegrafie im Amateurfunk in der Steiermark eine erstaunliche Wiederbelebung. In der von Mag. Gerhard RANFTL OE6RDD neu gegründeten CW-Schule Graz wurde und wird mit modernster Didaktik diese digitale Betriebsart erlernt. Ein höchst erfolgreiches HighTech-Übungsgerät (Morserino32) wurde von Willi KRAML OE1WKL entwickelt, welches auf der Didaktik von Gerhard RANFTL basiert. Etwa 11.000 dieser Bausatz-Geräte wurden bislang weltweit gekauft. Die Lehrer/Ausbilder und Trainees der CW Schule Graz nehmen immer wieder mit dem Rufzeichen OE6XUG bzw dem zugeordneten Contest-Kurzrufzeichen OE6U an Radiosport-Bewerben teil.
Ab etwa 2014 übernahm Thomas ZURK OE6TZE von Christian LAMMER OE6LCF die Aufgabe, den weiteren Ausbau und geordneten Betrieb der Clubfunkstelle voranzutreiben, ab 2015 als stv. Obmann des RCCW.
2019 mussten die VorOrt-Aktivitäten in der gut ausgestatteten Clubfunkstelle wegen der Corona-Maßnahmen reduziert werden. Die Vorbereitungskurse auf die behördliche Amateurfunkprüfung verlagerten sich teilweise in den virtuellen Raum, auch die CW Schule Graz wich in den virtuellen Raum aus. Im Zuge dessen gab es in der CW Schule Graz eine Beschäftigung mit latenz-armen Interet-Lösungen, um Sprache bzw. HighSpeed Morsetelegrafie auch via Internet lehren und lernen zu können.
Mit dem verdienten Ruhestand von Prof. Otto KOUDELKA übernahm im Jahr 2023 Prof. Franz TESCHL den Vorsitz im RCCW. Der Vorstand des RCCW betreibt verstärkt die Einbindung von (engagierten) TU Studierenden und einhergehend den Ausbau des Pools an erfahrenen Betreuern für die Studierenden, um das Engagement von Studierenden im Bereich SpaceTech zu fördern.
Im Zuge der bemannten touristischen Space-X Polar-Orbit Mission "Fram2" engagierte sich 2025 der RCCW erfolgreich mit einem größeren Studierenden-Team bei der von ARISS, NASA und SPACE-X organisierten Fram2Ham Student Radio Competition, einem multi-universitären multi-nationalen Studenten-Wettbewerb zum Empfang von SSTV-Bildern aus dem All. Im Vorlauf der Fram2 Mission erfolgte eine mehrtägige Test-Aussendung von SSTV-Bildern von der ISS mit reduzierter Sendeleistung zur Vorbereitung der Fram2Ham Studierenden-Teams auf die zu erwartenden Funkbedingungen der Fram2 Mission. Die Studierenden (und der RCCW) dürfen sich über eine sehr schöne und höchst redlich erarbeitete Fram2Ham Urkunde freuen!
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(Weltraum-)Professor Willibald RIEDLER (*1932 - 2018+) gründete den RCCW erstmals, um den Funkkontakt der TU Graz mit der Raumstation MIR im Rahmen des Projektes AUSTROMIR-91 (Österreichs bemannte Raumfahrt vom 02.10. bis 10.10.1991) bzw. im Detail das Experiment AREMIR zu ermöglichen. 1999 wurde der damalige Verein wieder aufgelöst.
Ing. Harald GOSCH OE6GC hat als Mitarbeiter der STEWEAG im Jahr 1962 einen Ferialpaktikanten bekommen. Herrn Martin FRIEDRICH, damals Mittelschüler 7. Klasse. Rund 13 Jahre später, ab 1975, hat Harald GOSCH (nebenberuflich, auf Werkvertragsbasis, mit wohlwollender Zustimmung seiens Arbeitgebers STEWEAG) für Dozent Martin FRIEDRICH und Professor Willibald RIEDLER die Datensender und Empfänger für die erfolgreichen Ionosphären-Forschungsraketen für das INW der TU Graz entwickelt und gebaut.
Das IKS, Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation ist eines der Nachfolge-Institute des von Prof. RIEDLER gegründeten INW, des Institut für Nachrichtentechnik und Wellenausbreitung. Dazu gibt es HIER weitere Informationen.